Die Vergangenheit von Elfengrau

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Nordcon 2004 in Hamburg

BerichtePosted by Torelynn Thu, November 02, 2006 00:34


Nordcon 2004

Nachdem mir schon letztes Jahr der Nordcon so gut gefallen hatte, war ich um so mehr erfreut, dieses Jahr mit zwei Personen akkreditiert zu werden. Als es am Tag vorher in Strömen regnete, dachte ich schon, es fällt der Außenbereich ins Wasser, doch es war gutes Wetter.

Mit der Anfahrtsbeschreibung der Internetseite fanden wir gut hin und sogar einen Parkplatz direkt vor der Tür.

Leider waren wir etwas spät dran und eilten zuerst zur Lesung von Monika Felten. Ihre ersten beiden Bücher der Saga von Thale "Elfenfeuer" und "Die Macht des Elfenfeuers" hatte ich schon gelesen. Da es das neueste Werk noch nicht als Taschenbuch gibt, war ich neugierig, was nun passieren würde. Die Autorin erzählte zuerst ein wenig über die ersten zwei Bände und las dann verschiedene Textstellen aus dem dritten vor. Dieses ist der Abschluss ihrer Trilogie und löst fast alle offenen Fragen der vorherigen Bände auf. Mit ihren Textauszügen machte sie neugierig auf ihr Buch, allerdings liest verhaspelte sie sich des öfteren, was aber dem Interesse an dem dritten Teil keinen Abbruch tat.

Auch erzählte sie kurz vom ersten Teil ihrer neuen Trilogie "Die Nebelsängerin", zu jedem Band wird es speziell komponierte Soundtracks geben und vieles ist noch in Vorbereitung – man darf gespannt sein. Sympathisch finde ich, das es bei ihr viele weibliche Heldinnen gibt, wo es doch in der Fantasy schon so viele männliche Helden gibt ;)

Mehr Infos zur Autorin und ihren Büchern: www.monikafelten.de
Als die Lesung beendet war, gingen wir zur Wiese, wo Hadmar von Wieser eine Liveperformance bot, schade war, das wir nur noch einen Platz an der Seite des Publikums fanden, wo die Akkustik sehr schlecht war und wir nur die Hälfte verstehen konnten. Trotzdem war es sehr lohnenswert, Hadmar machte liebevolle und humoristische Attacken auf Trekkies, Grufties, LARPer, Poser, Tabletopper, Nerds, Fans und Promis. Dieser Mann hat einfach Ausstrahlung und kann gut erzählen, die Zuschauer kamen aus dem Lachen nicht heraus und erkannten sich wohl teilweise wieder.

Wir konnten kaum einen Rundgang über den kleinen Markt machen und schon gab es den nächsten interessanten Programmpunkt – einen Workshop "Wie schreibt man eine phantastische Geschichte" mit Thomas Finn, Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser und Karl-Heinz Witzko – dem Autorenteam der Gezeitenwelten. Die vier erzählten abwechselnd davon, wie ihnen Ideen kommen und sie damit umgehen und wie ihre Arbeitsweise ist - sie gaben auch lustige Anekdoten dazu ab. Ein paar hilfreiche Tipps gab es, worauf man achten soll und was wichtig ist, wenn man ein Buch schreiben will - alles in allem sehr unterhaltsam und lehrreich.

Gleich anschließend ging es weiter mit Erzählungen über die Gezeitenwelt, es handelt sich um eine große deutsche Fantasy-Roman-Saga von der Wiedergeburt der Magie nach einer großen Katastrophe. (mehr Infos dazu findet ihr unter www.piper.de ) Davon habe ich den ersten Teil gelesen und fand ihn sehr gut und möchte unbedingt weiter die Gezeitenwelten entdecken. Diesen Vortrag allerdings haben wir nicht lange angehört, da die Luft in dem Saal etwas stickig war und so viel zuhören doch etwas anstrengend ist ;)

So sahen wir uns endlich mal in Ruhe auf dem mystischen Markt um, dort gab es allerlei zu entdecken, Spiele, Bücher, Comics, Miniaturfiguren, Bilder, Schmuck und vieles mehr. Selbst für Nicht-Rollenspieler gab es genügend interessantes zu betrachten.

Dann sind wir in die Tabletop Halle gewechselt, es ist immer wieder erstaunlich, was da alles zusammen gebaut wird und wie akribisch die Spieler sind. Auch wenn ich keine der Regeln kenne, so hab ich doch genügend Phantasie um diese Bauwerke und Spiele zu betrachten und mir meine eigenen Gedanken dazu zu machen ;)

Nach einem schnellen Kaffee ging es auch schon los zur nächsten Lesung, Christian Günther liest aus seinem Debüt-Roman "under the black rainbow". In dem Vortragsraum gab es auch ein paar passende Bilder zur Geschichte von ihm zu bewundern, düstere Werke von einer dunklen Welt, mehr visuelles von ihm ist im Netz zu finden: www.Cyberpunk.de.

Der sympathische Autor gab zunächst eine kleine Übersicht über seine Erzählung von einer vorstellbaren Zukunft mit dem Schauplatz Norddeutschland, dann trug er verschiedene Auszüge aus seinem Buch vor, die uns sogleich in den Bann der Darsteller und dieser finsteren Welt gezogen haben. Er füllte unsere Köpfe mit Bildern, die uns auch nach Ende der Lesung nicht los ließen – mehr Infos zum Buch: www.blackrainbow.info

Nun hatten wir noch mal die Muße in Ruhe draußen umher zu wandern über den Markt mit allerlei Gewandungen, Waffen, Rüstungen und auch lecker Frucht und Obstweine waren zu entdecken. Leider bekamen wir nicht mehr so viel von der Aufführung von "Fröhlich Geschrey" mit, da diese eher spielten, als im Programm angegeben. Doch die Dudelsäcke und Blockflöten sorgten für eine schöne Untermalung des Marktes.

Auf der Wiese konnte man viele verschiedene Gewandete in spielerische Kämpfe verwickelt beobachten, auch gab es an allen Enden viele Spiele zu betrachten, die einem leicht die Zeit vertrieben.

Die Dunkelheit nahte, wie auch der Höhepunkt des Abends – die Feuerteufel. Inmitten der Märkte wurde ein großer Kreis geschaffen, umgeben von brennenden Holzscheiten. Eigentlich sollte die Aufführung von Musik von Band unterstützt werden, doch als dieses nicht funktionierte, unterstützte Fröhlich Geschrey die Darbietung.

Ein wirklich tolles Spektakel mit Gaukelei. Die Feuerkünstler beherrschen die Flammen gar magisch und unterhalten dazu noch mit Geschichten und Ansagen, wir waren begeistert und mit Staunen und Spaß dabei.

So waren die Stunden auf der Nordcon wie im Flug vergangen, vieles gab es zu bestaunen und zum lauschen, die ganzen Gewandeten, Orks und Elfen, die sich dort herum trieben nicht zu vergessen. Auch für Kinderbetreuung ist gesorgt und bei so viel interessanten Programm ist es zu empfehlen, beide Tage zu nutzen.

Mein einziger Kritikpunkt, es gab zu wenig zu essen für Vegetarier und ich konnte erst zu Hause meinen Hunger stillen ;)

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